Nachdem eine sehr traurige und bewegte Woche mit dem Begräbnis der geschätzten Kollegin am Freitag, den 17.11.23 zu Ende gegangen war, nahm schließlich die Schulgemeinschaft am Montag, den 20.11.2023 in der Turnhalle intern Abschied von Frau Dr. Barbara Wirth.

In der Trauerwoche hatten die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Erwachsenen den Rückzugsort des Raumes der Stille sehr gerne angenommen, um dort etwas in das Kondolenzbuch zu schreiben, Briefe an Frau Dr. Wirth zu verfassen oder Gedenksteine zu bemalen. Es konnte der Lehrerin aber auch still gedacht werden und es waren Seelsorger, Sozialarbeiter und Religionskolleginnen vor Ort, um den Trauernden bei Bedarf beizustehen. Auch vor dem Gedenktisch im Schulhaus mochte man immer wieder stehenbleiben, die Fotos und Gegenständen betrachten, die an Frau Dr. Wirths Wesen und ihr Arbeiten erinnerten.

An diesem Montag nun versammelten sich also alle in der Turnhalle zu einer würdigen Abschiedsfeier. Bei der Veranstaltung wurde nicht nur musiziert, gesungen und in zahlreichen Beiträgen der Vielseitigkeit der Kollegin gedacht, sondern sie versuchte auch dem Selbstverständnis und den Überzeugungen der Kollegin gerecht zu werden. Wie auch bei der Beerdigungsfeier bereits angeklungen war, bedeutete für Barbara Wirth das Sterben kein Ende in dem Sinne, sondern ein Übergang in eine andere Zeitform, sozusagen, „ein Tempuswechsel“. Und da sie stets ermutigend, stärkend und verständnisvoll tätig war, wäre es ihr sicher recht gewesen, dass auch jene Veranstaltung zu ihrem Gedenken nicht in reiner Trauer endete, sondern in Anekdoten mündete, welche uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollten. So erzählten die Schülerinnen und Schüler, was sie im Unterricht zum Lachen gebracht hatte, Kolleginnen legten die veröffentlichten Bücher Frau Dr. Wirths (ein stärkendes Jugendbuch, „Tiger leben Tigerleben“ sowie ein Ayurvedisches Kochbuch für den Alltag) zum Schmökern ans Herz. Es bleibt so vieles da, an das wir uns gemeinsam erinnern, auch was sie im Schulhaus geschaffen und initiiert hat oder, wie wichtig ihr immer wieder klärende Worte waren.

Zwar war es eine ernste und traurige Zusammenkunft, doch die vielen Geschichten über das Multitalent und die heilende, umsorgende Wirksamkeit der beherzten großartigen Sanitäterin und Pädagogin, gab der Hoffnung Raum und weitete den Blick. Und so erinnerte man sich gemeinsam an das Lachen der Kollegin, ihre ernsthaften Bemühungen um wichtige Belange in und um Schule, gedachte der Musikerin, Schriftstellerin, Köchin, Schauspielerin, Puppenspielerin, Dramaturgin - die bunte Vielfalt der Beiträge zeigte rasch, man schaffte es nicht, alles zu benennen. Ob sie sich beim erlebnispädagogischen Tag abseilte mit dem Ruf: „Ich bin eine Superheldin“, um anderen Mut zu machen, die Kinder im Schullandheim jodelnd weckte oder ihnen am Abend bei Taschenlampenschein Gruselgeschichten erzählte oder mit Klassen nach Arbeiten zur Entspannung tanzte, ihr Unterricht, ihre Zuwendung, ihr immenses Wissen, sie selbst und alles an ihr waren einzig. Deshalb endete die Abschiedsfeier auch besonders, denn die gesamte Schulgemeinschaft tanzte Frau Dr. Wirth zu Ehren Sirtaki – das hätte ihr gefallen, da sind wir sicher. Außerdem wurde anschließend vor dem Schulhaus ihr zu Ehren noch ein kleines Apfelbäumchen gepflanzt.

Häufig sah man sie mit ihrem Stoffaffen Joseph aus dem Unterricht kommen, denn manchmal, da musste sie ein bisschen pädagogisch zaubern und tricksen. Da flüsterte ihr der Affe die unmöglichsten Dinge ins Ohr, aber das zu erklären, wäre nochmal ein Kapitel für sich – Generationen von Schülerinnen und Schülern wissen, ihre Magie hat mehr als gewirkt. Und so sagen wir: Danke für Josef! Danke für alles!

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