Gemeinschaftsschule
Gemeinschaftsschule ist vorerst nicht geplant
Bad Waldsee/Aulendorf (sim) - Die baden-württembergische Landesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Gemeinschaftsschule vorgelegt. Rund 30 Starterschulen soll es im Land geben, die im Herbst 2012 beginnen. „In Bad Waldsee ist die Installation einer Gemeinschaftsschule für das nächste Schuljahr nicht vorgesehen“, sagt Brigitte Göppel, Pressesprecherin der Stadt. Auch in Aulendorf gibt es keine konkreten Pläne. „Wir haben das Thema Gemeinschaftsschule bisher nicht mit den Schulleitern und im Gemeinderat besprochen. Derzeit gibt es noch keine Überlegungen. Wir werden das Thema aufgreifen und diskutieren. In welche Richtung, das kann ich noch nicht sagen“, sagt der Aulendorfer Bürgermeister Matthias Burth.
Zudem soll es laut Landesregierung eine teilweise Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums geben. 22 Schulen sollen im kommenden Schuljahr sowohl die Möglichkeit für ein Abitur nach acht Jahren als auch ein Abitur nach neun Jahren anbieten. Laut Dr. Wolfram Winger, Schulleiter des Gymnasiums am Döchtbühl, wird es in Bad Waldsee keinen G9-Zug geben, da die Voraussetzung der Vierzügigkeit nicht gegeben ist. Genauso sieht es am Gymnasium Aulendorf aus. „Über einen G9-Zug müssen wir uns für unseren Standort keine Gedanken machen, da die Schulen mindestens vierzügig sein müssen. Dazu zählen wir nicht“, sagt Schulleiter Karl Binder. Auch seien die Rahmenbedingungen für eine Gemeinschaftsschule in Aulendorf schwierig. „Für eine Gemeinschaftschule braucht man eine Infrastruktur mit kleineren Gruppenräumen“, sagt er. Und die gebe es derzeit in Aulendorf nicht.
Für das Studienkolleg St. Johann in Blönried ist G9 ein interessantes Thema. „Wir beobachten das aufmerksam und werden zeitgemäß entscheiden. Wir sind in der Diskussion, haben aber noch keine Entscheidung getroffen“, sagt Schulleiter Klaus Schneiderhan. Er möchte die Eltern frühzeitig in die Diskussion einbinden. Allerdings seien noch viele Fragen ungeklärt. „Wir wissen nicht, ob wir als Privatschule überhaupt einen G9-Zug anbieten können“, sagt er. Schneiderhan wünscht sich daher mehr Informationen vom Kultusministerium. Neben G9 beobachtet er auch die Entwicklung der Gemeinschaftsschulen mit Interesse. „Ich bin gespannt, welche Auswirkungen das auf uns haben wird“, sagt er.





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