Rede ELSA-Abend 2012

Rede von Dr. Winger zum ELSA-Abend im Januar 2012. Die passende Bildergalerie finden Sie hier

 

Erster „ELSA-Abend“: 20.01.2012

im evangelischen Gemeindezentrum Bad Waldsee

 

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe „ELSA-Familie“,

die in der Zwischenzeit

aus circa 130 Familienmitgliedern besteht,

von denen heute etwa 80 da sein können,

 

„Deutschland geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird als dieses.

Das alles ist Ihrem Fleiß, Ihrer Unermüdlichkeit zu ver­danken. Sie ha­ben das möglich gemacht. Sie alle, … . Gemeinsam.

… Der Dichter Heinrich Heine hat es auf den Punkt ge­bracht, als er schrieb: "Deutschland - das sind wir sel­ber." Für viele von Ihnen ist das Mitmachen ganz selbstverständlich und wichtig. Von dieser Tat­kraft lebt unser Land. Sie macht es menschlich, und sie macht es er­folgreich. Dafür bin ich dankbar. Darauf baue ich. Auch in Zukunft.“

Mit diesen Worten aus der Neujahrsrede unserer Kanz­lerin – Sie ha­ben es längst erkannt – möchte auch ich Sie zu unserem ersten ELSA-Neujahrsempfang herzlich begrüßen – und zwar ziemlich genau 4 Jahre nach unse­rem Gründungsdatum am 17. Januar 2008. Damals sa­ßen wir in großer Runde im Zeichensaal, haben um Strukturen gerungen, ha­ben unser Waldseer Modell der Steuergruppe entworfen, Mitglieder gewählt und Pro­jekte gepunktet. Das war ein großer Start, der durch Ih­ren Fleiß Früchte trug! Und heute Abend haben wir nach vier Jahren die ELSA-Familie zusammen, die an Mitgliedern und Projekten noch gewachsen ist.

Und in Abwandlung gilt auch dieser Satz: „Der Schule geht es gut, auch wenn das nächste Jahr ohne Zweifel schwieriger wird als dieses.“ Es wird für uns sicher ganz schwer, neue Schülerinnen und Schüler für die 5. Klasse zu finden, da unsere „Basisschulen“ Eugen-Bolz und Bergatreute strukturell umbauen und die Döchtbühl­schule nur drei ganz kleine Klassen hat.

Um politisch ausgewogen zu bleiben, möchte ich auch aus der Neu­jahrsansprache unseres Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zitieren:

Er setzt da auf eine neue politische Kultur für Baden-Württemberg: "Ich lade Sie ein: Machen Sie mit und begleiten Sie uns auf dem Weg in diese Bürgergesell­schaft." Wenn Menschen sich stärker engagier­ten, gebe es auch Konflikte. "Für einen fairen Rahmen zur Aus­tragung dieser Konflikte zu sorgen, Offenheit zu ge­währleisten, das ist die Bringschuld der Institutionen", so Kretschmann, "die Bringschuld der Bürgergesell­schaft ist, dass Streit friedlich und zivilisiert abläuft."

Auch das kann ich in allen Punkten unterstreichen. Es entspricht ganz unserem Leitbild von „Transparenz, Wertschätzung und Kommunika­tion“, dem sich auch unsere ELSA-Arbeit zuordnet.

Wir gemeinsam üben diese Bürgergesellschaft in Form der „Erzie­hungspartnerschaft“: Die Beteiligten, nämlich Eltern, Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte, die früher im Hinblick auf Schulent­wicklung kaum mitein­ander zu tun hatten, sitzen heute gemeinsam am Tisch – ja: Heute ganz konkret zum Neujahr am Tisch unserer Gast­geberin Frau Rilling, der wir dafür als Pfarrerin wie als Kollegin herz­lich danken. In Abwandlung des Hei­nezitats können wir deshalb for­mulieren: „Schule in Bad Waldsee – das sind wir selber!“

Zugleich darf ich Ihnen heute eine sehr schöne Mittei­lung machen, die das heutige Feiern im ELSA-Kreis zu­sätzlich motiviert: Bei der Fremdevaluation, die wir im September bestritten haben und bei der auch sehr viele von Ihnen beteiligt waren – Eltern-, Schüler- und Leh­rerschaft jeweils in der online-Befragung und in Inter­views – haben wir viermal die Exzellensstufe, also die Höchststufe erreicht, die nach Auskunft des Beurtei­lungsteams durch die neuen Verfahren nur sehr schwer zu erreichen ist. Heute ist nicht Zeit und Ort, das Ergeb­nis im Einzelnen zu diskutieren. Das wird in den nächsten Tagen und Wo­chen in den zuständigen Gre­mien geschehen. Für uns heute nur so viel: Bei allen vier Exzellenzstufen spielt unsere ELSA-Arbeit eine Rolle. Ein gewisses Zentrum bildet die Exzellenstufe im Bereich „Mitgestaltungsmöglichkeiten der Eltern – Ein­beziehung in das schu­lische Leben“. Ich will nicht darum herum reden und zitiere einfach das Gutachten: „Die wesentliche Säule für die Einbindung der Eltern in die schulische Arbeit stellen am Gymnasium Bad Wald­see die zahl­reichen ELSA-Projektgruppen dar. … . Die Zusammenarbeit mit der Gruppe der Eltern unterstützt die Bildung von Schwerpunkten der Schule in besonde­rer Weise. Die Entwicklungsprozesse an der Schule werden von der Gruppe der Eltern mitgetragen und mit gestaltet.“ Zi­tatende. An anderer Stelle wird dasselbe von den Schülerinnen und Schülern gesagt.

Grund genug also, heute Abend unseren ELSA-Mode­ratorinnen Frau Mecking und Frau Neubrand, unserer Elternvertretung, an der Spitze Herrn Professor Asche und Frau Übelhör, und unserer SMV-Vertre­tung in per­sonis Linda Amschlinger, Lukas Rilling, Frau Villinger und Herrn Volkwein, zu danken – und zu danken haben wir allen Projektleiterinnen und –leitern, allen Teilneh­merinnen und Teilneh­mern! „Wir sind die Schule in Bad Waldsee!“ Herzlichen Dank!

Zum Schluss noch ein kleines zusätzliches „Schman­kerl“: Diese un­sere ELSA-Arbeit – also auch die Struktur von Steuergruppe und Projektgruppen – soll als „Best Practice-Modell“ im Land Baden-Württemberg verankert werden. Deshalb wird uns unsere Schulpräsi­dentin Frau Dr. Pacher – das ist wirklich eine seltene Ehre – am 29. Februar besuchen, um unsere ELSA-Ar­beit und unsere ELSA-Teams persönlich kennen zu ler­nen. Sobald wir dazu mehr Informationen von ihr ha­ben, werden wir uns an Sie wenden.

Einstweilen sage ich nochmals in unser aller Namen herzlichen Dank – Dank auch an die Organisatorinnen und Organisatoren des heutigen Abends: der Vorberei­tungsgruppe mit Herrn Asche, Herrn Stenkamp, Frau Übelhör, Frau Laux und Herrn Eisele, und Frau Laux und Herrn Eisele für die ganze Umsetzung en detail.

Ich wünsche uns allen einen schönen Abend und gebe jetzt das Wort an Ihren Elternbeiratsvorsitzenden Pro­fessor Asche, unter dessen Füh­rung das seit 2007 ge­schieht.